Cuca

Meine kleine spanische Fellnase heißt Cuca und ist 6 Jahre alt. Sie war etwa ein Jahr in einem spanischen Tierheim und kam vor ca. drei Monaten nach Deutschland.

Nachdem sie hier angekommen ist, ist sie ganz selbstverständlich aus der Transportbox ausgestiegen und hat mich als Rudel akzeptiert. In den ersten Tagen hat Cuca viel geschlafen, was nach der beschwerlichen Reise durch halb Europa verständlich ist. Sie hat anfänglich viel Ruhe und Raum bekommen und nach rund sechs Wochen ist sie dann auch lockerer und mutiger geworden.

Etwa zu der Zeit hat sie auch verstanden, was dieses „Gassi“ eigentlich ist. Vorher ist sie zwar freudig mit rausgegangen, hing aber ständig in jedem Busch oder im Gras am Wegesrand, weil da eine Maus gequiekt hatte oder ein Vogel raschelte. Dementsprechend hing ich auch viel im Unterholz rum. Mit viel Geduld, schaffen wir es jetzt aber fast gemütliche Runden zu drehen. Auf den bekannten Wegen läuft sie gut mit, neue Wege sind noch viel zu spannend, als dass sie an jedem Busch einfach so vorbeigehen könnte oder nicht wenigstens versucht in ein offenstehendes Auto zu springen. Der kleine Autofan. In der Hundeschule haben wir entspannt aus dem Auto aussteigen statt sofort loszuflitzen geübt – also die anderen – Cuca will ja eher gar nicht erst da raus, wenn sie erstmal drin ist.

Mittlerweile ist unser Garten mäusefrei und der Igel, von dem ich nicht mal wusste, dass er da wohnt, ist zu seiner eigenen Sicherheit in Nachbars Garten umgesiedelt worden. Die Nachbarn – selbstverständlich nicht die bei denen jetzt der Igel lebt – wollen sie schon engagieren, um auch ihre Mäuse loszuwerden. Gut, wir haben jetzt diverse Buddellöcher, aber wenn es das Tier glücklich macht, ist das ok. Jeder braucht ja ein Hobby.

Am Grundgehorsam haben wir fast vom ersten Tag an gearbeitet, das klappt mittlerweile im Haus und Garten richtig gut. Das ist immer super witzig, wenn ihr dann einfällt: „Ach nein, Moment, das ging anders!“ Wo die Leckerlis versteckt sind, hat sie nun auch schon raus und macht immer brav „sitz“ wenn ich Richtung Schrank gehe. Natürlich gibt es dafür nix, pädagogisch wertvoll und so…
Draußen haben wir jetzt nur noch eine Baustelle: Anderen Hunden an der Leine begegnen findet sie super doof. Ist die Leine ab: Alles gut. Das geht leider bislang nur in eingezäunten Bereichen, wegen der sehr viel interessanteren Mäuse (Ihr erinnert Euch?). Da wir aber seit kurzem an Katzen vorbei gehen können, ohne dass das Tier an der Leine Faxen macht, schaffen wir die Hundebegegnungen auch noch. Dazu und wegen der sozialen Kontakte, der Bindung usw. gehen wir in eine Hundeschule und üben da fleißig.

Auch wenn hier alles nicht sofort gleich und immer klappt, macht es total Spaß mit ihr. Cuca ist ein echt liebevoller Clown, und die Momente, wenn sie sich so richtig schön wohlfühlt sind so toll und belohnen für die Arbeit. Ich möchte sie ehrlich nicht mehr missen.