Spendenfahrt August 2015

Als es los ging, waren wir alle sehr gespannt, wie es sein würde, all die Hunde und die Menschen vor Ort, die sich um die Hunde kümmern, kennenzulernen.

Nach einer längeren Fahrt, ein Teil der Gruppe, die die Spenden gebracht haben, war 24,5 Stunden unterwegs, war es dann endlich soweit und wir waren am Samstagabend im Tierheim in Spanien versammelt.

Die Spenden wurden ausgeladen und in das Lager gebracht. Die Helfer vor Ort waren sprachlos vor Freude und konnten es kaum begreifen, dass so viel gespendet wurde. Wir möchten uns im Namen der Helfer und der Hunde vor Ort nochmal ganz herzlich für diese tolle Unterstützung bedanken. Ohne euch wäre das alles niemals möglich gewesen.

Nach fast 1 Jahr, konnten wir uns nun endlich ein eigenes Bild vor Ort machen. Und was sollen wir sagen!? Den Hunden geht es gut. Sie haben wirklich schön große Zwinger mit einem Innen- und einem großzügigen Außenbereich. Alle Hunde sind gut sozialisiert und haben sich riesig gefreut, als sie uns gesehen haben. Klar war der eine oder andere dabei, der uns Fremde erstmal aus der Ferne beobachtet hat, aber auch diese kamen nach und nach zu uns und haben sich streicheln lassen. Das gesamte Gelände ist eingezäunt, so können die Hunde auch jeden Tag eine Runde im Hof rennen und spielen. Natürlich ist auch dort nicht alles perfekt, denn wie überall fehlt auch hier das Geld. Aber, und das ist ja das wichtigste, den Hunden geht es gut. Sie sind alle gut genährt und gepflegt. Am Sonntag kam das regionale Fernsehen und hat uns interviewt und auch jemand von der Zeitung war da. Wir haben uns über so viel Interesse sehr gefreut, denn so können wir die Bevölkerung vor Ort auf das Tierheim und unsere gemeinsame Arbeit aufmerksam machen.

Am Montag stand uns ein schwerer Gang bevor. Wir fuhren in die örtliche Tötungsstation, die dort „sehr nett umschrieben“ als „Zentrale Pflegestelle“ ausgeschrieben ist. An der Tötungsstation ist auch ein Tierarzt mit angegliedert. Dort angekommen war uns allen aber nicht gut. Es war zwar alles sehr gepflegt und sauber, aber auch dort saßen viele tolle Hunde, die sofort ans Gitter gesprungen sind und gestreichelt werden wollten. Und all diese Hunde haben ZEHN TAGE, wenn die Tötung voll ist. Es brach uns das Herz, als wir eine schwangere Hündin sahen, die vor 2 Tagen eingeliefert wurde. Ein Hauch ihrer selbst, abgemagert bis auf die Knochen und nur der dicke Bauch war sichtbar. Was aus ihr wird? Wir wissen es nicht. Momentan ist die Tötung nicht voll und so können wir hoffen, dass sie gerettet wird und ihre Babys in einer geschützten und sicheren Umgebung bekommen kann, ganz frei von dieser Todesangst, die jedem Hund ins Gesicht geschrieben steht.

Nach diesen schrecklichen und schweren Minuten in der Tötungsstation stand uns noch das Interview für das örtliche Radio bevor. Also sind wir in die Stadt gefahren und wurden dort 20 Minuten interviewt. Anschließend sind wir zurück in das Tierheim gefahren und haben uns um die Hunde gekümmert. Wir konnten ein paar Fotos machen und jeden einzelnen Hund kennenlernen.

Leider stand schon unsere Abreise bevor und so wollten wir jede Minute nutzen. Es sind alles so wunderbare und liebenswerte Wesen, die es verdient haben, ein tolles Zuhause zu bekommen und endlich aus dem Zwinger rauszukommen. Teilweise sitzen sie schon mehrere Jahre dort und warten auf den Tag, an dem sie den Zwinger für immer verlassen dürfen.

Der Helfer vor Ort „Paco“ kümmert sich wahnsinnig toll um die Hunde und wohnt auch in dem Tierheim. So ist immer jemand vor Ort, der bei Problemen zwischen den Hunden eingreifen kann. Er hat zwei Jahre mit seinem Hund „Roccy“ auf der Straße gelebt und nun ein Zuhause in dem Tierheim gefunden. Es kamen auch jeden Tag Helfer, die sich mit den Hunden beschäftigen und eine Runde auf dem Hof spielen und toben.

Insgesamt sind wir von der Arbeit vor Ort wahnsinnig begeistert und freuen uns sehr auf eine tolle Zusammenarbeit.