Wer einen Hund aus dem Tierschutz adoptiert, begegnet früher oder später dem Begriff Schutzgebühr. Doch was bedeutet das eigentlich?
Ganz wichtig: Die Schutzgebühr ist kein Kaufpreis für einen Hund. Sie ist ein Beitrag zu den Kosten, die entstehen, damit wir Hunde retten, versorgen, medizinisch betreuen und schließlich sicher in ihr neues Zuhause bringen können.
Warum gibt es eine Schutzgebühr?
Die Schutzgebühr erfüllt gleich mehrere wichtige Aufgaben.
Zum einen soll eine Adoption eine bewusste und gut überlegte Entscheidung sein. Ein Hund begleitet seine Menschen im besten Fall viele Jahre und bringt neben ganz viel Freude auch Verantwortung und laufende Kosten mit sich. Futter, Ausstattung, Versicherungen und regelmäßige Tierarztbesuche gehören genauso dazu wie mögliche unerwartete Ausgaben bei Krankheit oder einem Unfall.
Zum anderen hilft uns die Schutzgebühr dabei, einen Teil der Kosten zu finanzieren, die bereits vor der Adoption für unsere Hunde entstehen.
Was ist in der Schutzgebühr enthalten?
Bevor ein Hund nach Deutschland reisen darf, wird er in Spanien tierärztlich versorgt und auf seine Ausreise vorbereitet. Dazu gehören unter anderem:
- notwendige Impfungen
- Entwurmungen
- Floh- und Zeckenschutz
- Mikrochip inklusive Implantierung
- EU-Heimtierausweis
- Kastration bei Hunden ab 12 Monaten
- Bluttests auf Mittelmeerkrankheiten
- Transport nach Deutschland inklusive TRACES-Anmeldung
- Futter und Versorgung bis zur Ausreise
Damit ist allerdings nur ein Teil der tatsächlichen Kosten abgedeckt.
Hinzu kommen beispielsweise Tierarztfahrten, weitere Untersuchungen und Behandlungen sowie Näpfe, Decken, Halsbänder, Leinen, Transportboxen und vieles mehr.
Besonders hoch können die Kosten bei Hunden sein, die krank oder verletzt zu uns kommen, eine Operation benötigen oder aufgrund ihres Alters eine intensivere medizinische Betreuung brauchen.
Deckt die Schutzgebühr alle Kosten?
Nein.
Die Schutzgebühr ist eine Mischkalkulation und deckt die tatsächlichen Kosten unserer Tierschutzarbeit nur teilweise. Gerade aufwendige Behandlungen, Operationen und Notfälle können schnell deutlich mehr kosten.
Deshalb sind wir zusätzlich auf Spenden angewiesen. Sie ermöglichen es uns, auch den Hunden zu helfen, deren Versorgung wesentlich mehr kostet, als durch eine Schutzgebühr jemals aufgefangen werden könnte.
Dabei machen wir keinen Unterschied:
Jung oder alt, gesund oder krank, Rüde oder Hündin – jedes Tier ist für uns gleich viel wert.
Die Schutzgebühr richtet sich deshalb nicht nach dem vermeintlichen „Wert“ eines Hundes. Sie soll vielmehr dazu beitragen, dass wir unsere Tierschutzarbeit fortsetzen und auch dem nächsten Hund in Not helfen können.
Wie hoch ist die Schutzgebühr?
Die Schutzgebühr für einen Hund beträgt aktuell 600 € – unabhängig davon, ob es sich um einen Rüden oder eine Hündin, einen jungen oder älteren Hund handelt.
Darin sind die oben genannten Vorbereitungen und der Transport nach Deutschland bereits enthalten.
Je nachdem, wo Sie wohnen und an welchem Ort Sie Ihren Hund übernehmen können, können gegebenenfalls zusätzliche Fahrtkosten innerhalb Deutschlands entstehen. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn der reguläre Abholort zu weit entfernt ist und ein zusätzlicher Weitertransport organisiert werden soll. Die Höhe dieser Kosten richtet sich nach der jeweiligen Strecke.
Welche Kosten kommen nach der Adoption auf mich zu?
Für den Start im neuen Zuhause benötigen Sie natürlich eine passende Erstausstattung, zum Beispiel:
- Halsband und/oder Geschirr
- Leine
- Näpfe
- Futter
- Schlafplatz
- Spielzeug
- gegebenenfalls eine Transport- oder Sicherungsbox
- auf jeden Fall zu empfehlen: Tierkrankenversicherung und GPS Tracker
Auch die später anfallenden Kosten für Futter, Tierarzt, Versicherung, Hundesteuer und weitere Bedürfnisse Ihres Hundes sollten bei der Entscheidung für eine Adoption berücksichtigt werden.
Gut vorbereitet ins neue Zuhause
Wenn unsere Hunde nach Deutschland kommen, sind sie bereits geimpft, gechippt, entwurmt und auf Mittelmeerkrankheiten getestet. Außerdem besitzen sie einen EU-Heimtierausweis und wurden entsprechend der gesetzlichen Vorgaben für ihre Reise vorbereitet.
Mit der Schutzgebühr unterstützen Sie deshalb nicht nur die Versorgung Ihres eigenen zukünftigen Familienmitglieds. Sie tragen auch dazu bei, dass unsere Tierschutzarbeit weitergehen kann und wir dem nächsten Hund in Not ebenfalls eine Chance auf ein neues Leben geben können.
